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Deutscher Science-Fiction-Preis - Die Nominierungen!

Das Komitee zur Vergabe des Deutschen Science-Fiction-Preises (DSFP) freut sich, die Nominierungen für den DSFP 2021 bekanntzugeben. Für den DSFP 2021 sind alle im Original in deutscher Sprache im Jahr 2020 erstmals in gedruckter Form erschienenen Texte des Literaturgenres Science-Fiction relevant.

Der Deutsche Science-Fiction-Preis 2021 wird auf dem PentaCon 2021 (05.–07. November 2021), dem diesjährigen JahresCon des Science Fiction Club Deutschland e. V., in Dresden (Palitzschhof der Palitzsch-Gesellschaft e.V., Gamigstraße 24, 01237 Dresden) verliehen. Der DSFP ist mit 1.000 Euro je Kategorie dotiert.

Das Komitee beglückwünscht die nominierten Autorinnen und Autoren zu ihrem Erfolg und bedankt sich bei den Herausgebern und Lektoren, den Verlagen und ihren Mitarbeitern für die Unterstützung der deutschsprachigen Science Fiction. Besonderer Dank gilt den Autoren und Verlagen, die die Arbeit des Komitees durch Überlassung von Leseexemplaren unterstützt haben.

Die Reihenfolge der Nominierungen folgt dem Autorenalphabet und stellt keine Wertung dar.

Kategorie »Beste deutschsprachige Kurzgeschichte«

  • »Stromsperre« von Stephan Becher, erschienen in »Rebellion in Sirius City«, herausgegeben von Peggy Weber-Gehrke, Verlag für moderne Phantastik, ISBN-13 978-3-9818752-6-3
  • »Die letzte Jungfrau« von T. Elling, erschienen in »Nova 29«, herausgegeben von Michael K. Iwoleit und Michael Haitel, p.machinery, ISBN-13 978-3-95765-205-8, ISSN 1864-2829
  • »Angereichert« von Karsten Kruschel, erschienen in »Spektrum der Wissenschaft«, Spektrum der Wissenschaft Verlag, ISSN 0170-2971
  • »Die Sapiens-Integrale« von Michael Marrak, erschienen in »Wie künstlich ist Intelligenz?«, herausgegeben von Klaus N. Frick, Plan9, ISBN-13 978-3-948700-02-7
  • »Wagners Stimme« von Carsten Schmitt, erschienen in »Wie künstlich ist Intelligenz?«, herausgegeben von Klaus N. Frick, Plan9, ISBN-13 978-3-948700-02-7

Kategorie »Bester deutschsprachiger Roman«

  • »Erstkontakt [Koloniewelten Band 4, 2172 – 2230]« von Galax Acheronian, Twentysix / Kindle E-Services, 181 Seiten (nur der Roman), ISBN-13 978-3-7407-6675-7
  • »Salzgras und Lavendel« von Gabriele Behrend, p.machinery, 308 Seiten, ISBN-13 978-3-95765-208-9
  • »Perlenwelt [Der letzte Admiral Band 2]« von Dirk van den Boom, Cross Cult (Amigo Grafik), 384 Seiten, ISBN-13 978-3-96658-063-2
  • »Fallender Stern« von Christoph Dittert, Piper-Verlag, 446 Seiten, ISBN 978-3-492-70537-0
  • »Kohärenz« von Ralf Edenhofer, Belle Epoque Verlag, 350 Seiten, ISBN 978-3-96357-022-3
  • »Die Sprache der Blumen« von Sven Haupt, Mystic Verlag, 400 Seiten, ISBN 978-3-947721-44-3
  • »Was Preema nicht weiß« von Sameena Jehanzeb, Selbstverlag Sameena Jehanzeb, 360 Seiten, ISBN 978-3-96698-306-8
  • »Kikis Geheimnis [Qualityland 2.0]« von Marc Uwe Kling, Ullstein Buchverlage, 430 Seiten, ISBN 978-3-550-20102-8
  • »Vakuum« von Philip P. Peterson, Fischer TOR, 494 Seiten, ISBN 978-3-596-70074-5

Martin Stricker
Für das DSFP-Preiskomitee
Frankfurt am Main, den 10.07.2021


Zeitung "Politik und Kultur" - Science Fiction Sonderteil

...mit einem Interview mit unserem Vorsitzenden Thomas Recktenwald

"Politik & Kultur", die Zeitung des Deutschen Kulturrates, wird herausgegeben von Olaf Zimmermann und Theo Geißler. Sie erscheint zehnmal jährlich, informiert zu kulturpolitischen Fragestellungen und widmet zusätzlich in jeder Ausgabe einem Thema einen Schwerpunkt.

"Politik & Kultur" ist in Bahnhofsbuchhandlungen, auf Flughäfen, im Online-Shop des Kulturrates (https://www.kulturrat.de) sowie im Abonnement erhältlich.

Die aktuelle Doppelausgabe 7-8/2021 enthält einen großen Sonderteil mit zahlreichen Sekundärartikeln zur Science Fiction, für die auch unser Vorsitzender Thomas Recktenwald zum Interview gebeten wurde. Die Ausgabe kann unter dem Link https://www.kulturrat.de/wp-content/uploads/2021/06/puk0708-21.pdf kostenlos heruntergeladen werden.

Die Ausgaben erscheinen jeweils am 01. Februar, 01. März, 01. April, 01. Mai, 1. Juni, 01. Juli, 01. September, 01. Oktober, 01. November und 01. Dezember.

(Quelle: Deutscher Kulturrat)


PentaCon - SFCD-Con 2021 in Dresden

Hier der Einladungsflyer und das Programm zum diesjährigen SFCD-Con in Dresden.


Call for Abstracts: Science Fiction & Labour Fiction

Science Fiction ist nicht nur Unterhaltung und Flucht aus dem Alltag, sondern auch eine fantasievolle Art und Weise, sich mit den Möglichkeiten und Gefahren der Jetztzeit auseinanderzusetzen, indem Zukunft erfunden und erlebt wird. Im Oktober 2022 soll in München ein Seminar stattfinden, in dem es um die Verbindung von Science Fiction und Gewerkschaftsarbeit gehen soll. Veranstaltet wird das Seminar von der IG Metall. Um in Workshops und Podiumsdiskussionen die Bandbreite der SF und ihre Bedeutung für zukünftige Entwicklungen in der Industrie- und Arbeitswelt ausloten zu können, suchen wir Vorträge zu je etwa 20 Minuten, die eines der beiden Schwerpunktthemen anschaulich, informativ und unterhaltsam behandeln:

  • Wie werden Arbeit, Gewerkschaften und Mitbestimmung in der nahen und fernen Zukunft in der Science Fiction dargestellt?
  • Welche Konflikte kommen auf uns zu, wenn Science Fiction ein Fenster in die Zukunft wäre? Geht es um Demokratie, um Ressourcenverteilung, oder um bis jetzt Unbekanntes?

OPEN CALL: Kosmos LEM – Neue Bilder zu Neuen Welten

Stanisław Lem war polnischer Philosoph undist einer der bekanntesten Science-FictionAutoren der Welt. Eine Ausstellung im öffentlichen Raum in Potsdam soll nun dem Großmeister der Zukunftsromane gedenken und seinen 100. Geburtstag im September 2021 feiern. Die Teilnahme ist für Künstler:innen aller Genres und Nationalitäten und auch als Gruppe möglich. Bis zu drei Arbeiten können eingereicht werden (neue Arbeiten oder auch bestehende Werke, die noch nicht präsentiert worden sind).


Gewinnspiel:

SKYLIN3S - Wir verlosen drei Blu-rays. :-)

Das Warten hat ein Ende! Nach den erfolgreichen Science Fiction-Abenteuern SKYLINE und BEYOND SKYLINE liefert Regisseur Liam O'Donnell nun mit SKYLIN3S, der unmittelbar an das Ende des zweiten Teils anknüpft, den epischen Abschluss der beliebten Trilogie. Fans der Alien-Saga werden auch diesmal auf ihre Kosten kommen: Zu erwarten sind packende Actionszenen, überirdische Visual Effects und ein Wiedersehen mit Lindsey Morgan (The 100), die diesmal in der neuen Hauptrolle als erwachsene Rose Corley zurückkehrt. Ergänzt wird das Ensemble durch Rhona Mitra (Stargate Universe; Underworld – Aufstand der Lykaner), Jonathan Howard (Thor: The Dark Kingdom), Daniel Bernhardt (John Wick; Atomic Blonde), James Cosmo (Game of Thrones; Wonder Woman), Alexander Siddig (Star Trek: Deep Space Nine) sowie Yayan Ruhian (The Raid; John Wick 3).
Den Machern ist nach Teil 1 und 2 mit SKYLIN3S wieder ein furioser SF-Actioner gelungen, der von seiner Handlung her durchaus als dritter (leider nie gedrehter) Teil der "Independence Day"-Saga durchgehen könnte. Effekt-Fans werden vor allem das aus den ersten beiden Filmen gewohnte Alien-Design lieben, für das  Darsteller wieder in aufwändige Outfits gepackt wurden. Interessant sind auch die zahlreichen Making Ofs, in denen immer wieder hervorsticht, wie schwierig es war, diesen Film unter Pandemie-Bedingungen zu produzieren.

SKYLIN3S ist seit 17. Juni als DVD und Blu-ray erhältlich. Digital bereits ab 3. Juni verfügbar. :-)

Wir verlosen unter allen, die bis Samstag, 3.Juli 2021, 24 Uhr, eine Mail mit dem (korrekt so geschriebenen) Betreff "SKYLIN3S" und ihrer Anschrift an die Adresse skylin3s [at] sfcd.eu schicken, drei Blu-rays des Films. Vielen Dank an EuroVideo-Medien für die Unzterstützung. :-)


Buchvorstellung:

"Wie künstlich ist Intelligenz?"

Wie gewohnt, lädt der Science Fiction Treff Darmstadt an jedem ersten Samstag im Monat (3.7.2021) zum Online-Stammtisch mit angedockter Buchvorstellung/Lesung ein. Beginn des Stammtischs ist um 18 Uhr, ab 19.30 Uhr stellt man sich im separaten Lesungsraum des Servers im Rahmen der gleichnamigen Anthologie-Vorstellung die Frage "Wie künstlich ist Intelligenz?". Anwesend sind unter anderem Sandra Thoms (Verlegerin/Verlag Plan9) und Carsten Schmitt (Autor).
 
"Seit einiger Zeit beschäftigen sich Wissenschaftler, Journalisten und Politiker immer intensiver mit dem Thema der künstlichen Intelligenz. Für die Science-Fiction ist es nichts Neues: Ob Positroniken oder MechWarriors, ein Leben im Cyberspace oder in der Virtuellen Realität - seit Jahrzehnten zählen künstliche Intelligenzen verschiedenster Ausprägung zum Kern der Science-Fiction. Wie sieht es die Science-Fiction heute? Neun Erzählungen und ein Artikel werfen ganz unterschiedliche Blicke auf künstliche Intelligenzen: Science-Fiction von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren, mal erdverbunden, mal im All, mal satirisch, mal sehr ernsthaft."
 
 
Story von carsten Schmit bei Tor-Online:
https://www.tor-online.de/.../wagners-stimme-carsten.../
 
Reinhard Kargers Nachwort (Herr Karger ist Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz)
https://www.dfki.de/.../wie-kuenstlich-ist-intelligenz.../
 
Den Link zu unserem DISCORD-Server findet Ihr auf
www.sftd-online.de (Online-SFTD). Bitte die Zugangsvoraussetzungen beachten.
 
Direktlink für ganz Eilige: https://discord.gg/RyuKbNc

ANDROMEDA NACHRICHTEN:

Ausschreibung der Position des Chefredakteurs (m/w/d)

Einhundert Ausgaben wird Michael Haitel als Chefredakteur der ANDROMEDA NACHRICHTEN (AN) im Sommer 2021 betreut haben. Dies nutzt er aus einer Reihe von Gründen für eine Zäsur und wird sich künftig primär seinem Verlag bzw. seinen sonstigen Tätigkeiten im Verlagsgeschäft widmen.

Wie schon in AN 273 erwähnt, sucht der SFCD daher einen neuen Chefredakteur (m/w/d), um die Aufgabe ab AN 275 (Erscheinen IV/2021) zu übernehmen. Unterstützung besteht dabei durch derzeit sieben redaktionelle Mitarbeiter (Spartenredakteure). AN erscheint viermal jährlich in einer Auflage von üblicherweise 350 Exemplaren (A4, teilfarbig). Ergänzend erscheint in unregelmäßigen Abständen das Andromeda SF Magazin. Beispielexemplare können unter https://www.sfcd.eu/publikationen.html heruntergeladen werden. Parallel zur AN erscheint jeweils ein mit zu betreuendes sfcd:intern (A5). Dieses beinhaltet Leserbriefe und andere Informationen, die für das Vereinsmitglied, aber nicht für den generellen Leser einer SF-Publikation interessant sind.

Wir rufen interessierte Personen oder Gruppen (Bewerber) von innerhalb bzw. außerhalb des Vereins auf, sich für diese herausfordernde Aufgabe zu bewerben. Für die Gestaltung des Magazins werden große Freiheiten bestehen. Die beste Chance haben Bewerbungen, die das qualitativ hochwertige Magazin fortführen und dabei einerseits Bewährtes erhalten, aber sukzessive auch Neues – in der SF bzw. Phantastik heute Relevantes – integrieren wollen.

Ein Gehalt wird nicht gezahlt. Der SFCD wird Kosten für Material/Porto auf Antrag erstatten. Nötige Software wird er bei Bedarf bereitstellen oder sich an der Anschaffung angemessen beteiligen. Innerhalb des mit dem SFCD-Vorstand vereinbarten Rahmens genießt ein Chefredakteur weitgehend Autonomie, der Vorstand wird lediglich bei für den Verein sehr wichtigen, ggf. kontroversen Themen im Ausnahmefall sein Direktionsrecht ausüben.

Bewerbungen richtet bitte bis 27. Juni 2021 per Email an den Vorsitzenden Thomas Recktenwald (thomas.recktenwald [at]sfcd.eu).
Wenn ihr vorab Fragen zur Bewerbung habt, so wendet euch bitte ebenfalls an den Vorsitzenden. 

Was solltet Ihr in diese Bewerbung (neben Namen und Kontaktdaten) integrieren:

  • Strebt Ihr ausschließlich die Chefredaktion an, oder wollt ihr auch im Umfeld nötige Tätigkeiten mit abdecken, wie z.B. Lektorat, Korrektorat, Anzeigeneinwerbung/-austausch, Layout, Einwerbung von Grafike(r)n und Autoren?
  • Was habt Ihr bislang bereits im SFCD, Fandom oder anderswo herausgegeben, organisiert, veranstaltet …?
  • Welche Kenntnisse habt Ihr in den Bereichen Verlagswesen, Redaktion, grafische Gestaltung, Layout …?
  • Auf welche Unterstützer könnt/wollt Ihr bei der Tätigkeit ggf. bauen?
  • Wen können bzw. dürfen wir bzgl. der obigen Punkte ansprechen (Referenzen mit Kontaktdaten)?

Der SFCD wird auf jede Bewerbung reagieren. Mit erfolgversprechenden Bewerbern bzw. Bewerbergruppen wird der SFCD-Vorstand im Rahmen einer Videokonferenz Details besprechen; spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte seitens der Bewerber ein detaillierteres Konzept vorgelegt werden, das insbesondere die Richtung beschreibt, die das Magazin unter der neuen Führung nehmen soll (z.B. Sparten, Layout, Rechtschreibung, Gastautoren etc.).

Michael Haitel wird sämtliche relevanten Daten aus seiner Zeit als Chefredakteur auf den SFCD überleiten. Gleichfalls hat er angeboten, einen Nachfolger einzuarbeiten. Bereitschaft, dieses Angebot in geeigneter Form anzunehmen, ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung.

Parallel rufen wir alle Mitglieder/Nichtmitglieder auch dazu auf, sich zur Mitarbeit in der AN zu bewerben, sei es als Spartenredakteur, Autor, Grafiker, Layouter, Lektor, Korrektor, Rezensionsschreiber oder was auch immer Ihr denkt, das zum Erfolg des Magazins beitragen kann.

Anfragen bitten wir ebenfalls an Thomas Recktenwald (thomas.recktenwald [at]sfcd.eu) zu richten. Wir bitten dabei um Verständnis, dass es hier mit einer konkreten Antwort etwas dauern kann, weil ja zunächst die Besetzung der Chefredaktion im Mittelpunkt steht.

Per aspera ad astra.
Im Juni 2021
Der SFCD Vorstand


Ein Abschied – und ein Aufbruch zu neuen Ufern

Zum Ausscheiden von Ralf Boldt als 2. Vorsitzender des SFCD und Michael Haitel als Chefredakteur der ANDROMEDA NACHRICHTEN sowie als SFCD-Beirat

Es mag Paralleluniversen geben, in denen der Science Fiction Club Deutschland bereits zwischen Heinz Bingenheimers Versandbuchhandlung TRANSGALAXIS und dem von Wolf Detlef Rohr geplanten Buchclub zerrissen wurde, bevor er 1959 zum e.V. wurde, oder Universen, in denen kein Dieter Steinseifer zur Stelle war, um – wie kürzlich in seinem Nachruf zu lesen war – unter persönlichen Opfern den Verein zu retten. Ein Universum ohne Heinz-Jürgen Ehrig, der als Ersatz für das ins Stocken geratene Andromeda SF Magazin (ASFM) die ANDROMEDA NACHRICHTEN ins Leben rief, hätte vermutlich in einer Zeit vor dem Internet zur Konsequenz gehabt, daß der SFCD mangels Kommunikation abgestorben wäre.

Und genauso mag es Paralleluniversen geben, in denen Michael Haitel und Ralf Boldt weiterhin einen großen Teil ihrer Freizeit für dem Verein opfern. Leider gehört unseres nicht dazu, aber es finden sich hoffentlich Enthusiasten, die zumindest Teile der Lücken aufzufüllen bereit sind, die uns hier entstanden sind.

Das Ausscheiden beider war so nicht geplant. Auch von ihnen nicht. Was Michael und Ralf zu ihrem Ausscheiden öffentlich sagen wollten, haben sie gesagt - im internen Newsletter des SFCD und an anderen Stellen im Internet. Allein schon der Respekt vor der jahrelangen aufopferungsvollen Tätigkeit der beiden im SFCD, im SF-Fandom und für die Phantastik generell ist für uns Verpflichtung, diese Statements so stehenzulassen.

Und was haben die beiden nicht alles für den SFCD auf die Beine gestellt.

Michael Haitel ist – mit Unterbrechungen – seit dem 01.10.1984 im Club. Als Chefredakteur der ANDROMEDA NACHRICHTEN, das damals noch alle zwei Monate im A5-Format erschien, trat er noch unter seinem ursprünglichen Namen Michael Kempter mit der ersten Ausgabe 1986 in Erscheinung und hatte die Chefredaktion 39 Ausgaben bis Mitte 1992 inne, bevor er Ende 2006 das mittlerweile auf A4 umgestellte Magazin wieder übernahm und ab dann in Zusammenarbeit mit der Druckerei Hille durch hohe Qualität und pünktliches Erscheinen in ein Aushängeschild des SFCD verwandelte.

Neben seiner arbeitsintensiven Funktion als AN-Chefredakteur und Herausgeber oder Betreuer des Andromeda SF Magazins war Michael zeitweise Mitglied des Vorstands, 1990-92 als Kassierer und ab 2016 als Beirat, außerdem betreute er die Homepage des SFCD und baute ein digitales Fanzinearchiv auf, als Gegenstück zu unserem digitalen Audio-Archiv, der Phonothek.

Michael Haitel wird der Phantastik weiter erhalten bleiben. Mit p.machinery und mit umfassenden weiteren Tätigkeiten in der phantastischen Verlagswelt. Wir wünschen ihm hierfür alles Gute. Und dem SFCD bleibt er in weiterem freundschaftlichem Miteinander ebenfalls verbunden: Seine einhundertste AN-Ausgabe wird in III/2021 noch erscheinen, und die von ihm „für den SFCD“ herausgegebenen Buchreihen (vorrangig AndroSF) wird er in seinem Verlag weiterführen.

Ralf Boldt wurde am 01.07.1980 Mitglied im SFCD und 2008 als Schriftführer in den Vorstand gewählt. Er bekleidete dieses Amt von 2009 bis 2017, ab 2018 war er Stellvertretender Vorsitzender und damit einer der beiden rechtlichen Vertreter des Vereins.

Vielseitig wie er war, widmete er sich 2011 mit ASFM 151 dem 50jährigen Jubiläum der Perry-Rhodan-Serie  und stellte zusammen mit Michael Haitel für den Worldcon 2014 in London das zweisprachige ASFM 152 zusammen, um einem internationalen Publikum einen Einblick in deutschsprachige SF und unser Fandom zu geben. 2016 organisierte er den SFCD-Jahrescon, der unter dem Namen MediKonOne an seinem Arbeitsplatz, dem Klinikum Oldenburg, abgehalten wurde und mit der Verbindung von Medizin und Science Fiction ein anspruchsvolles Programm bot, ergänzt durch die von Ralf editierte Anthologie Hauptsache gesund! und den zusammen mit Sylvana Freyberg herausgegebenen Tagungsband, der als ASFM 154 erschien.

Den größten Eindruck unter den von Ralf betreuten Publikationen hinterließ jedoch der gleichzeitig als Hard- und Softcover erschienene Sammelband Die Stille nach dem Ton, für den er und Mitherausgeber Wolfgang Jeschke in jahrelanger teils mühsamer Detektivarbeit die Nachdruckrechte der Autoren bzw. ihrer Erben für die Siegerstorys des SFCD-Literaturpreises/Deutschen Science Fiction Preises 1985-2012 erwerben konnten.

Wir freuen uns darauf, Ralf – wenn es seine derzeit insbesondere aufgrund von Corona sehr knappe Zeit erlaubt – bei dem einen oder anderen Con auf ein Bierchen oder einen schottischen Whisky wiederzusehen. In der Zwischenzeit: Toi toi toi für Deine zahlreichen Herausforderungen.

Veränderungen werden kommen, das ist klar. Im Club. In den ANDROMEDA NACHRICHTEN. Im Vorstand. Und vielleicht trägt dies alles dazu bei, auch auf die Phantastik-Szene in Deutschland auszustrahlen bzw. eine Wechselwirkung hervorzurufen. Wir sind gespannt und arbeiten fleißig daran, Möglichkeiten auszuloten.

Wir sind besonders froh, dass Michael und Ralf diesen Übergang mit begleiten wollen: Michael durch die Einarbeitung der künftigen Chefredaktion, und Ralf durch die Weitergabe seiner Erfahrungen an andere. Diese beiden Angebote nehmen wir sehr gerne an.

Und … wir sagen DANKE!!!

Im Juni 2021
Der SFCD Vorstand


 Buchvorstellung:

"Unsere Freunde von Epsilon Eridani“ 

In der Reihe der erfolgreichen Online-Lesungen im Rahmen des digitalen Science Fiction Treffs Darmstadt stellt der Begedia-Verlag am Samstag, den 5. Juni 2021, mit seiner Herausgeberin Sylvana Freyberg und den Autor:Innen Gabriele Behrend und Uwe Post seine Erstkontakt-Anthologie "Unsere Freunde von Epsilon Eridani" vor. Beginn ist um 19.30 Uhr im Lesungsraum auf dem Discord-Server des SFTD. Wie immer kann zusaätzlich schon ab 18 Uhr bis nach Mitternacht vor, während und nach der Lesung an den separaten "Babbeltischen" über allerlei Phantastisches geklönt werden. 

Den Zugang zum Server findet man am einfachsten auf www.sftd-online.de ("Online-SFTD").

Ein Erstkontakt ist die Begegnung mit dem Unbekannten, Neuen, Fremden.
Es ist der Moment, der neue Horizonte eröffnet und das Selbstverständnis ändert.
Er kann friedlich verlaufen oder mit Gewalt einhergehen, sehnlich erwartet werden oder unvermittelt in den Alltag einbrechen.
Fand er gerade eben statt oder schon vor langer Zeit? War in jenem Augenblick allen Parteien bewusst, was da passierte?
Eines ist ein Erstkontakt auf jeden Fall immer: eine Erweiterung der Möglichkeiten.

Das Buch enthält Kurzgeschichten von:

Uwe Hermann
Frank Lauenroth
Gabriele Behrend
Arno Behrend
Uwe Post
Thorsten Küper
Guido Krain
Peter R. Krüger
Axel Kruse
Alexandra Trinley
John Dodd
Ralf Boldt
Melanie Vogltanz
Gerhard Huber

Link zur Verlagsseite: http://verlag.begedia.de

[…] ist es der Kontrast zwischen dem Erwarteten und dem Ganz Anderen, aber ebenfalls Denkbaren, auf den es ankommt und in dem solche Geschichten letztendlich auszuloten versuchen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.[…]

Aus dem Vorwort von Andreas Eschbach.


Buchvorstellung:

"Kontakt mit Übermorgen – Bulgarische Science-Fiction“

Der Verlag Torsten Low stellt am Samstag (1.5.2021) ab 19.30 Uhr im Rahmen des Science Fiction Treffs Darmstadt - Online! seine neue Anthologie "Kontakt mit Übermorgen - Bulgarische Science Fiction" vor. Die Präsentation findet in Form eines Videochats auf dem Discord-Server des Darmstädter SF-Stammtischs, abgetrennt vom üblichen Stammtisch-Talk, in einem separaten Raum statt. Zugang hat man über die Homepage des Science Fiction Treffs Darmstadt. Link: www.sftd-online.de

Aus dem  Inhalt:

  • Auf der Erde landet ein fremdes Raumschiff, bleibt aber völlig inaktiv und reagiert auf keinerlei Kontaktversuche – bis es schließlich zwei Astronauten einlässt, die eigentlich zum Mars fliegen sollten.
  • Auf einem verrufenen Planeten gehen Besucher von überallher geheimnisvollen Vergnügungen nach.
  • Auf einem anderen Planeten mussten gestrandete Raumfahrer, um zu überleben, eine komplette Ökologie erschaffen – aus dem einzigen Material, das sie hatten.
  • Eine abgelegene sibirische Stadt mit zwanzigtausend Einwohnern, wo Flugpassagiere unplanmäßig übernachten müssen, wirkt tagsüber wie ausgestorben.
  • Ein vorbeifliegendes Raumschiff beschert der Menschheit eine bemerkenswerte Hinterlassenschaft.
  • Um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, gibt es in der Zukunft verschiedene technische Möglichkeiten. Auch weniger empfehlenswerte.
  • Eine feministische Utopie gerät an ihre Grenzen.
  • In einer alternativen Realität dringt ein spanischer Kundschafter ins Reich der Azteken vor.
  • In einer wüsten Zukunft haben sich Russen und Amerikaner mit verschiedenen Aliens arrangiert, nur die Bulgaren sind leer ausgegangen

Kontakt mit Übermorgen bietet mit Erzählungen von 19 Autorinnen und Autoren einen Querschnitt durch die neuere bulgarische Science-Fiction-Literatur und ein Pendant zu der 2018 erschienenen Phantastik-Anthologie Sternmetall.