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News & Events


ANDROMEDA NACHRICHTEN:

Ausschreibung der Position des Chefredakteurs (m/w/d)

Einhundert Ausgaben wird Michael Haitel als Chefredakteur der ANDROMEDA NACHRICHTEN (AN) im Sommer 2021 betreut haben. Dies nutzt er aus einer Reihe von Gründen für eine Zäsur und wird sich künftig primär seinem Verlag bzw. seinen sonstigen Tätigkeiten im Verlagsgeschäft widmen.

Wie schon in AN 273 erwähnt, sucht der SFCD daher einen neuen Chefredakteur (m/w/d), um die Aufgabe ab AN 275 (Erscheinen IV/2021) zu übernehmen. Unterstützung besteht dabei durch derzeit sieben redaktionelle Mitarbeiter (Spartenredakteure). AN erscheint viermal jährlich in einer Auflage von üblicherweise 350 Exemplaren (A4, teilfarbig). Ergänzend erscheint in unregelmäßigen Abständen das Andromeda SF Magazin. Beispielexemplare können unter https://www.sfcd.eu/publikationen.html heruntergeladen werden. Parallel zur AN erscheint jeweils ein mit zu betreuendes sfcd:intern (A5). Dieses beinhaltet Leserbriefe und andere Informationen, die für das Vereinsmitglied, aber nicht für den generellen Leser einer SF-Publikation interessant sind.

Wir rufen interessierte Personen oder Gruppen (Bewerber) von innerhalb bzw. außerhalb des Vereins auf, sich für diese herausfordernde Aufgabe zu bewerben. Für die Gestaltung des Magazins werden große Freiheiten bestehen. Die beste Chance haben Bewerbungen, die das qualitativ hochwertige Magazin fortführen und dabei einerseits Bewährtes erhalten, aber sukzessive auch Neues – in der SF bzw. Phantastik heute Relevantes – integrieren wollen.

Ein Gehalt wird nicht gezahlt. Der SFCD wird Kosten für Material/Porto auf Antrag erstatten. Nötige Software wird er bei Bedarf bereitstellen oder sich an der Anschaffung angemessen beteiligen. Innerhalb des mit dem SFCD-Vorstand vereinbarten Rahmens genießt ein Chefredakteur weitgehend Autonomie, der Vorstand wird lediglich bei für den Verein sehr wichtigen, ggf. kontroversen Themen im Ausnahmefall sein Direktionsrecht ausüben.

Bewerbungen richtet bitte bis 27. Juni 2021 per Email an den Vorsitzenden Thomas Recktenwald (thomas.recktenwald [at]sfcd.eu).
Wenn ihr vorab Fragen zur Bewerbung habt, so wendet euch bitte ebenfalls an den Vorsitzenden. 

Was solltet Ihr in diese Bewerbung (neben Namen und Kontaktdaten) integrieren:

  • Strebt Ihr ausschließlich die Chefredaktion an, oder wollt ihr auch im Umfeld nötige Tätigkeiten mit abdecken, wie z.B. Lektorat, Korrektorat, Anzeigeneinwerbung/-austausch, Layout, Einwerbung von Grafike(r)n und Autoren?
  • Was habt Ihr bislang bereits im SFCD, Fandom oder anderswo herausgegeben, organisiert, veranstaltet …?
  • Welche Kenntnisse habt Ihr in den Bereichen Verlagswesen, Redaktion, grafische Gestaltung, Layout …?
  • Auf welche Unterstützer könnt/wollt Ihr bei der Tätigkeit ggf. bauen?
  • Wen können bzw. dürfen wir bzgl. der obigen Punkte ansprechen (Referenzen mit Kontaktdaten)?

Der SFCD wird auf jede Bewerbung reagieren. Mit erfolgversprechenden Bewerbern bzw. Bewerbergruppen wird der SFCD-Vorstand im Rahmen einer Videokonferenz Details besprechen; spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte seitens der Bewerber ein detaillierteres Konzept vorgelegt werden, das insbesondere die Richtung beschreibt, die das Magazin unter der neuen Führung nehmen soll (z.B. Sparten, Layout, Rechtschreibung, Gastautoren etc.).

Michael Haitel wird sämtliche relevanten Daten aus seiner Zeit als Chefredakteur auf den SFCD überleiten. Gleichfalls hat er angeboten, einen Nachfolger einzuarbeiten. Bereitschaft, dieses Angebot in geeigneter Form anzunehmen, ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung.

Parallel rufen wir alle Mitglieder/Nichtmitglieder auch dazu auf, sich zur Mitarbeit in der AN zu bewerben, sei es als Spartenredakteur, Autor, Grafiker, Layouter, Lektor, Korrektor, Rezensionsschreiber oder was auch immer Ihr denkt, das zum Erfolg des Magazins beitragen kann.

Anfragen bitten wir ebenfalls an Thomas Recktenwald (thomas.recktenwald [at]sfcd.eu) zu richten. Wir bitten dabei um Verständnis, dass es hier mit einer konkreten Antwort etwas dauern kann, weil ja zunächst die Besetzung der Chefredaktion im Mittelpunkt steht.

Per aspera ad astra.
Im Juni 2021
Der SFCD Vorstand


Ein Abschied – und ein Aufbruch zu neuen Ufern

Zum Ausscheiden von Ralf Boldt als 2. Vorsitzender des SFCD und Michael Haitel als Chefredakteur der ANDROMEDA NACHRICHTEN sowie als SFCD-Beirat

Es mag Paralleluniversen geben, in denen der Science Fiction Club Deutschland bereits zwischen Heinz Bingenheimers Versandbuchhandlung TRANSGALAXIS und dem von Wolf Detlef Rohr geplanten Buchclub zerrissen wurde, bevor er 1959 zum e.V. wurde, oder Universen, in denen kein Dieter Steinseifer zur Stelle war, um – wie kürzlich in seinem Nachruf zu lesen war – unter persönlichen Opfern den Verein zu retten. Ein Universum ohne Heinz-Jürgen Ehrig, der als Ersatz für das ins Stocken geratene Andromeda SF Magazin (ASFM) die ANDROMEDA NACHRICHTEN ins Leben rief, hätte vermutlich in einer Zeit vor dem Internet zur Konsequenz gehabt, daß der SFCD mangels Kommunikation abgestorben wäre.

Und genauso mag es Paralleluniversen geben, in denen Michael Haitel und Ralf Boldt weiterhin einen großen Teil ihrer Freizeit für dem Verein opfern. Leider gehört unseres nicht dazu, aber es finden sich hoffentlich Enthusiasten, die zumindest Teile der Lücken aufzufüllen bereit sind, die uns hier entstanden sind.

Das Ausscheiden beider war so nicht geplant. Auch von ihnen nicht. Was Michael und Ralf zu ihrem Ausscheiden öffentlich sagen wollten, haben sie gesagt - im internen Newsletter des SFCD und an anderen Stellen im Internet. Allein schon der Respekt vor der jahrelangen aufopferungsvollen Tätigkeit der beiden im SFCD, im SF-Fandom und für die Phantastik generell ist für uns Verpflichtung, diese Statements so stehenzulassen.

Und was haben die beiden nicht alles für den SFCD auf die Beine gestellt.

Michael Haitel ist – mit Unterbrechungen – seit dem 01.10.1984 im Club. Als Chefredakteur der ANDROMEDA NACHRICHTEN, das damals noch alle zwei Monate im A5-Format erschien, trat er noch unter seinem ursprünglichen Namen Michael Kempter mit der ersten Ausgabe 1986 in Erscheinung und hatte die Chefredaktion 39 Ausgaben bis Mitte 1992 inne, bevor er Ende 2006 das mittlerweile auf A4 umgestellte Magazin wieder übernahm und ab dann in Zusammenarbeit mit der Druckerei Hille durch hohe Qualität und pünktliches Erscheinen in ein Aushängeschild des SFCD verwandelte.

Neben seiner arbeitsintensiven Funktion als AN-Chefredakteur und Herausgeber oder Betreuer des Andromeda SF Magazins war Michael zeitweise Mitglied des Vorstands, 1990-92 als Kassierer und ab 2016 als Beirat, außerdem betreute er die Homepage des SFCD und baute ein digitales Fanzinearchiv auf, als Gegenstück zu unserem digitalen Audio-Archiv, der Phonothek.

Michael Haitel wird der Phantastik weiter erhalten bleiben. Mit p.machinery und mit umfassenden weiteren Tätigkeiten in der phantastischen Verlagswelt. Wir wünschen ihm hierfür alles Gute. Und dem SFCD bleibt er in weiterem freundschaftlichem Miteinander ebenfalls verbunden: Seine einhundertste AN-Ausgabe wird in III/2021 noch erscheinen, und die von ihm „für den SFCD“ herausgegebenen Buchreihen (vorrangig AndroSF) wird er in seinem Verlag weiterführen.

Ralf Boldt wurde am 01.07.1980 Mitglied im SFCD und 2008 als Schriftführer in den Vorstand gewählt. Er bekleidete dieses Amt von 2009 bis 2017, ab 2018 war er Stellvertretender Vorsitzender und damit einer der beiden rechtlichen Vertreter des Vereins.

Vielseitig wie er war, widmete er sich 2011 mit ASFM 151 dem 50jährigen Jubiläum der Perry-Rhodan-Serie  und stellte zusammen mit Michael Haitel für den Worldcon 2014 in London das zweisprachige ASFM 152 zusammen, um einem internationalen Publikum einen Einblick in deutschsprachige SF und unser Fandom zu geben. 2016 organisierte er den SFCD-Jahrescon, der unter dem Namen MediKonOne an seinem Arbeitsplatz, dem Klinikum Oldenburg, abgehalten wurde und mit der Verbindung von Medizin und Science Fiction ein anspruchsvolles Programm bot, ergänzt durch die von Ralf editierte Anthologie Hauptsache gesund! und den zusammen mit Sylvana Freyberg herausgegebenen Tagungsband, der als ASFM 154 erschien.

Den größten Eindruck unter den von Ralf betreuten Publikationen hinterließ jedoch der gleichzeitig als Hard- und Softcover erschienene Sammelband Die Stille nach dem Ton, für den er und Mitherausgeber Wolfgang Jeschke in jahrelanger teils mühsamer Detektivarbeit die Nachdruckrechte der Autoren bzw. ihrer Erben für die Siegerstorys des SFCD-Literaturpreises/Deutschen Science Fiction Preises 1985-2012 erwerben konnten.

Wir freuen uns darauf, Ralf – wenn es seine derzeit insbesondere aufgrund von Corona sehr knappe Zeit erlaubt – bei dem einen oder anderen Con auf ein Bierchen oder einen schottischen Whisky wiederzusehen. In der Zwischenzeit: Toi toi toi für Deine zahlreichen Herausforderungen.

Veränderungen werden kommen, das ist klar. Im Club. In den ANDROMEDA NACHRICHTEN. Im Vorstand. Und vielleicht trägt dies alles dazu bei, auch auf die Phantastik-Szene in Deutschland auszustrahlen bzw. eine Wechselwirkung hervorzurufen. Wir sind gespannt und arbeiten fleißig daran, Möglichkeiten auszuloten.

Wir sind besonders froh, dass Michael und Ralf diesen Übergang mit begleiten wollen: Michael durch die Einarbeitung der künftigen Chefredaktion, und Ralf durch die Weitergabe seiner Erfahrungen an andere. Diese beiden Angebote nehmen wir sehr gerne an.

Und … wir sagen DANKE!!!

Im Juni 2021
Der SFCD Vorstand


 Buchvorstellung:

"Unsere Freunde von Epsilon Eridani“ 

In der Reihe der erfolgreichen Online-Lesungen im Rahmen des digitalen Science Fiction Treffs Darmstadt stellt der Begedia-Verlag am Samstag, den 5. Juni 2021, mit seiner Herausgeberin Sylvana Freyberg und den Autor:Innen Gabriele Behrend und Uwe Post seine Erstkontakt-Anthologie "Unsere Freunde von Epsilon Eridani" vor. Beginn ist um 19.30 Uhr im Lesungsraum auf dem Discord-Server des SFTD. Wie immer kann zusaätzlich schon ab 18 Uhr bis nach Mitternacht vor, während und nach der Lesung an den separaten "Babbeltischen" über allerlei Phantastisches geklönt werden. 

Den Zugang zum Server findet man am einfachsten auf www.sftd-online.de ("Online-SFTD").

Ein Erstkontakt ist die Begegnung mit dem Unbekannten, Neuen, Fremden.
Es ist der Moment, der neue Horizonte eröffnet und das Selbstverständnis ändert.
Er kann friedlich verlaufen oder mit Gewalt einhergehen, sehnlich erwartet werden oder unvermittelt in den Alltag einbrechen.
Fand er gerade eben statt oder schon vor langer Zeit? War in jenem Augenblick allen Parteien bewusst, was da passierte?
Eines ist ein Erstkontakt auf jeden Fall immer: eine Erweiterung der Möglichkeiten.

Das Buch enthält Kurzgeschichten von:

Uwe Hermann
Frank Lauenroth
Gabriele Behrend
Arno Behrend
Uwe Post
Thorsten Küper
Guido Krain
Peter R. Krüger
Axel Kruse
Alexandra Trinley
John Dodd
Ralf Boldt
Melanie Vogltanz
Gerhard Huber

Link zur Verlagsseite: http://verlag.begedia.de

[…] ist es der Kontrast zwischen dem Erwarteten und dem Ganz Anderen, aber ebenfalls Denkbaren, auf den es ankommt und in dem solche Geschichten letztendlich auszuloten versuchen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.[…]

Aus dem Vorwort von Andreas Eschbach.


Buchvorstellung:

"Kontakt mit Übermorgen – Bulgarische Science-Fiction“

Der Verlag Torsten Low stellt am Samstag (1.5.2021) ab 19.30 Uhr im Rahmen des Science Fiction Treffs Darmstadt - Online! seine neue Anthologie "Kontakt mit Übermorgen - Bulgarische Science Fiction" vor. Die Präsentation findet in Form eines Videochats auf dem Discord-Server des Darmstädter SF-Stammtischs, abgetrennt vom üblichen Stammtisch-Talk, in einem separaten Raum statt. Zugang hat man über die Homepage des Science Fiction Treffs Darmstadt. Link: www.sftd-online.de

Aus dem  Inhalt:

  • Auf der Erde landet ein fremdes Raumschiff, bleibt aber völlig inaktiv und reagiert auf keinerlei Kontaktversuche – bis es schließlich zwei Astronauten einlässt, die eigentlich zum Mars fliegen sollten.
  • Auf einem verrufenen Planeten gehen Besucher von überallher geheimnisvollen Vergnügungen nach.
  • Auf einem anderen Planeten mussten gestrandete Raumfahrer, um zu überleben, eine komplette Ökologie erschaffen – aus dem einzigen Material, das sie hatten.
  • Eine abgelegene sibirische Stadt mit zwanzigtausend Einwohnern, wo Flugpassagiere unplanmäßig übernachten müssen, wirkt tagsüber wie ausgestorben.
  • Ein vorbeifliegendes Raumschiff beschert der Menschheit eine bemerkenswerte Hinterlassenschaft.
  • Um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, gibt es in der Zukunft verschiedene technische Möglichkeiten. Auch weniger empfehlenswerte.
  • Eine feministische Utopie gerät an ihre Grenzen.
  • In einer alternativen Realität dringt ein spanischer Kundschafter ins Reich der Azteken vor.
  • In einer wüsten Zukunft haben sich Russen und Amerikaner mit verschiedenen Aliens arrangiert, nur die Bulgaren sind leer ausgegangen

Kontakt mit Übermorgen bietet mit Erzählungen von 19 Autorinnen und Autoren einen Querschnitt durch die neuere bulgarische Science-Fiction-Literatur und ein Pendant zu der 2018 erschienenen Phantastik-Anthologie Sternmetall.