Gute Frage. Einfach zu beantworten. DSF³A ist das ‘Deutsche Science Fiction & Fantasy Fanzine Archiv’. Das Projekt wurde 2007 als ‘Scan Project’ im SFCD angedacht und von Michael Haitel Ende 2007 bzw. Anfang 2008 als DSF³A ins Leben gerufen.
Was das Projekt machen möchte und macht, ist recht einfach umschrieben: Das Fandom ist nicht nur voller Fans, sondern auch voller Sammler. Es gibt Überlegungen, dafür Sorge zu tragen, daß solche mitunter wertvollen Sammlungen überleben, wenn der Sammler einmal den Weg alles Irdischen geht. Das ist ein anderes Projekt des SFCD, die Gründung einer entsprechenden Stiftung. (Informationen hierüber finden sich im SFCDforum in der Rubrik ‘Neuigkeiten aus dem Verein’.)
Eine weitere Überlegung war, Fanzines, die es einmal gegeben hat – aber auch solche, die aktuell erscheinen – in digitalisierter Form zu bewahren und zur Verfügung zu stellen. Und genau diese Aufgabe hat das DSF³A sich zu eigen gemacht. Gemeinsam mit Thomas Recktenwald und Thomas Sebesta – beide keine Unbekannten im Fandom, v. a. auch dann nicht, wenn man sich im SFCDforum umschaut – scannt Michael Haitel Fanzines und archiviert sie im PDF-Format in größtmöglicher Qualität.
Und da gehen die Schwierigkeiten gleich los …
Der Begriff der ‘größtmöglichen Qualität’ darf nicht mißverstanden werden, denn hier geht es nicht darum, die Veröffentlichungen so zu scannen, daß sie Druckvorlagenqualität erhalten, sondern sie in einer Qualität zu scannen, die eine spätere Weiterverwertung ermöglicht. In welcher Form und zu welchem Zweck auch immer. Einer der Gründe dafür, daß die Fanzines i. d. R. mit 600 dpi gescannt werden, ist die garantierte Notwendigkeit einer Nachbearbeitung der Scans zu einem späteren Zeitpunkt. Denn die gescannten Fanzines sind mitunter alt. Sehr alt.
Und gerade bei dem teilweise recht bedeutenden Alter solcher Publikationen zeigt sich eine weitere Grenze des DSF³A, denn die Scan-Arbeiten sind i. d. R. ‘nicht erhaltend’. Geht man von den großen Mengen an Fanzine-Publikationen aus, die seit Anbeginn des fannischen Lebens in Deutschland erschienen sind und die rein theoretisch allesamt noch in das DSF³A gehören würden, dann kann man sich vorstellen, daß Zeit eine große Rolle spielt. Will man in einem überschaubaren Zeitraum zu einigermaßen vernünftigen Ergebnissen kommen, dann braucht man automatisierte Scan-Verfahren, die es durchaus gibt. Sie alle bedingen aber, daß die Publikation – manchmal randgeheftet, manchmal mit Rückenstichheftung, oft genug mit einer echten Bindung – zerstört werden.
Nichtsdestoweniger ist das DSF³A ein wichtiges Projekt. Und dieser kleine Artikel soll nicht nur über die Existenz des Projektes DSF³A informieren, sondern auch um Unterstützung bitten. Wer immer seine Fanzinesammlung um welche Mengen an Objekten auch erleichtern möchte, er sollte es nicht der Altpapiersammlung übergeben, sondern Rücksprache mit den ‘Machern’ des DSF³A halten. Es gibt sicher eine vernünftigere Verwertungsmöglichkeit -
Weitere Informationen zum DSF³A gibt es zur Zeit im SFCD-Forum unter www.sfcdforum.de in dem ‘DSF³A’ genannten Unterforum. Die ‘Macher’ erreicht man dort ebenfalls.

[...] Um die alten Fanzine der Nachwelt zugänglich zu erhalten, gibt es ein ehrenwertes Projekt von Michael Haitel, Thomas Recktenwald und Thomas Sebesta. Sie wollen die Fanzine einscannen und damit elektronisch archivieren. Michael Haitel schreibt im SFCD-Blog einiges dazu. Hier zu lesen unter dem Titel “What the f*** ist DSF³A?”. [...]